Unterschiedliche Ausgangslagen
RP (20.11.2008)
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Am Wochenende beginnt die Hallenhockey-Saison. Der Gladbacher HTC muss sich in der Bundesliga einer harten Konkurrenz stellen und möchte die Klasse halten. Der Rheydter SV nimmt eine Klasse tiefer den Druck ein wenig raus und gibt den Aufstieg nicht als klares Saisonziel aus.
Auf dem Feld spielen sie mittlerweile in derselben Liga. Doch in der Hallensaison unterscheidet den Gladbacher HTC und den Rheydter Spielverein nicht nur die Spielklasse, sondern auch das Saisonziel. Während der Zweitligist RSV oben mitspielen möchte, will der GHTC in der Ersten Bundesliga bleiben.
„Das ist ein ganz harter Wettbewerb. Im Grunde können alle unsere Gegner in das Endspiel um die Deutsche Meisterschaft einziehen“, sagt GHTC-Trainer Andrew Meredith zur Leistungsdichte im Hockey-Westen. So kann das Ziel der Gladbacher nur der Klassenverbleib heißen. Dafür müssen sie in der Sechser-Gruppe einen Verein hinter sich lassen. „Einen Platz in den Play Offs zu erwarten, wäre unrealistisch“, sagt Meredith. Vielmehr geht es dem Australier um die Weiterentwicklung seines jungen Teams. „Natürlich müssen wir auch Resultate bringen. Aber die Mannschaft befindet sich weiterhin im Lernprozess.“ Da kommt es Meredith gelegen, dass er in Achim Krauß einen erfahrenen Spieler für die Hallensaison dazu holen konnte. Zusammen mit Kapitän Christoph Menke soll der Routinier die Gladbacher Rasselbande führen. Zudem hat sich der GHTC auf der Torhüterposition mit Filip Neusser vom Mannheimer HC verstärkt. „Er wird uns sehr helfen. Er ist einer der besten Hallentorhüter der Welt“, so Meredith. Dagegen schmerzt der kurzfristige Weggang von Marco Testrut zurück zu Uhlenhorst Mülheim. Mühlheim ist am ersten Doppelwochenende ein Gegner der Gladbacher. Los geht es jedoch mit dem Auswärtsspiel beim Düsseldorfer HC. „Es könnte unsere Chance sein, dass sie derzeit nicht so gut in Form sind“, misst Meredith der ersten Partie große Bedeutung zu um die nötigen Punkte zum Klassenverbleib zu sammeln. Mit neun Punkten sei man normalerweise auf der sicheren Seite, so seine Rechnung.
Auf derlei Rechenspiele möchte sich der RSV eine Klasse tiefer nicht einlassen müssen. Für das Team von Trainer André Schiefer soll es vielmehr aufwärts gehen. „Doch anders als auf dem Feld geben wir den Aufstieg nicht als Ziel aus. Wir wollen in der Halle den Druck ein bisschen runterfahren“, sagt Schiefer. Gleichwohl soll eine bessere Platzierung herausspringen als der vierte Rang im letzten Jahr, ist seitdem der Kader doch klar verstärkt worden. „Wir haben genug individuelle Qualität. Aber das auch zusammen auf den Platz bringen, ist ein Prozess“, sagt Schiefer. Zudem stehen ihm längst nicht alle Spieler des großen Kaders zur Verfügung. Neben dem Ägypter Belal Enaba und dem Australier Matthew Phillips fehlen die Brüder Wolfgang und Martin Korres sowie Florian Höper und Philipp Lautenbach. Dennoch bleibt dem RSV um die Stützen Tommy Krauß und Uli Klaus ein gut aufgestellter Kader. „Die Bundesliga ist natürlich schon ein entferntes Ziel. Aber wir möchten einfach eine gute Saison spielen und Spaß haben, dann kommt der Rest von alleine“, sagt Schiefer.
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