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Zehn Jahre nach dem ersten Aufstieg in die Hockey-Bundesliga hat der RSV es erneut geschafft. Die Mannschaft von Trainer André Schiefer machte den Erfolg am Wochenende perfekt. Der GHTC wurde noch Vierter.
Die Aufstiegs-Shirts waren schlicht in schwarz gehalten. Doch der kurze, weiße Schriftzug auf dem Rücken sagte alles aus: "Spitzen Rheydter." Mit 47 Punkten (sogar ein Zähler mehr als das mit Weltmesitern gespickte Überteam von Rot-Weiß Köln im letzten Jahr) und 79 Toren in 18 Spielen marschierte der Rheydter Spielverein ohne Niederlage durch die Saison.
"Im letzten Jahr konnten wir wegen Rot-Weiß Köln nicht aufsteigen. Schön, dass wir unser Ziel jetzt erreicht haben", sagte Thomas Krauß, nachdem der RSV den Sack durch einen 4:2 (4:1)-Sieg über den RTHC Leverkusen im vorletzten Spiel zugemacht hatte.
Drei Tore in fünf Minuten
"Genauso hatte ich mir das vorgestellt, als ich letztes Jahr hierhin gekommen bin", sagte Uli Klaus, einer von sieben Zugängen des vergangenen Sommers – und alle hatten ihren Anteil am Doppel-Triumph mit dem Aufstieg sowohl auf dem Feld als auch in der Halle. Klaus sorgte selbst für die erste Beruhigungspille gegen Leverkusen.
Schon in der fünften Minute erzielte der 31-Jährige das 1:0. Noch wichtiger war jedoch die prompte Antwort des RSV auf den überraschenden Ausgleich. "Das war nochmals ein Wachrüttler, bei dem die Spieler gemerkt haben: Hier kann noch was schief gehen", sagte Trainer André Schiefer zu den drei Toren von Philipp Steffen, Belal Enaba und Matthias Gräber zwischen der 18. und 23. Minute, die sein Team auf ein sicheres 4:1 davon ziehen ließen.
In der zweiten Halbzeit wollte gegen die biederen Gäste jedoch kein Tor mehr fallen, was den folgenden Jubel allerdings nicht schmälerte. "Ich bin stolz, dass wir es geschafft haben, aus einer mittelmäßigen Zweitligamannschaft einen zweifachen Aufsteiger zu machen", sagte Mannschaftskapitän Matthias Gräber, bevor die Feierlichkeiten mit Bierduschen, einer Kopfrasur für den Trainer sowie einer Planwagenfahrt ihren Lauf nahmen.
Der zünftige Abend konnte den Spitzenreiter allerdings nicht davon abhalten, auch das letzte Saisonspiel gegen Blau-Weiß Köln zu gewinnen. "Darüber bin ich richtig happy. Es war mir enorm wichtig, dass wir das letzte Spiel nicht verlieren und damit ungeschlagen sind", sagte Schiefer nach dem 6:3-Sieg. Zur Belohnung dürfen die "Spitzen Rheydter" demnächst ein Wochenende nach Mallorca fliegen.
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