RSV steht kurz vor dem Aufstieg
RP (12.01.2009)
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Die Chance kam völlig unverhofft. Der Rheydter Spielverein hat im Kampf um den Bundesliga-Aufstieg nach einer überraschenden Niederlage des Spitzenreiters DSD Düsseldorf plötzlich alles wieder selbst in der Hand. „Das Wichtigste war, dass wir unsere Hausaufgaben gemacht haben“, sagte Jörg Radermacher nach dem 14:6 (6:2) beim RTHC Leverkusen und dem 18:5 (10:0) gegen den Bonner THV, der den Sprung auf Platz eins bedeutete. Der Co-Trainer, der André Schiefer als Chef an der Bande vertrat, konnte die Spiele genießen, da sein Team direkt für klare Verhältnisse sorgte. „Wir sind schnell in einen positiven Lauf gekommen und haben unsere Chancen gleich genutzt. Es hat super Spaß gemacht“, so Radermacher.
GHTC verabschiedet sich ordentlich
Doch nicht nur die brandgefährlichen Offensiv-Kräfte Sebastian Meister (14 Tore am Wochenende), Matthias Gräber (sieben) und Philipp Steffen (fünf) zeichneten für die Kantersiege verantwortlich, sondern auch die konsequente Defensive um einen gut aufgelegten Torwart Marcin Pobuta. „Davon lebt eine Hallenmannschaft. Und so waren die Spiele ein Selbstläufer“, so Radermacher, der sich mit dem Team vor der Partie gegen Bonn mit Rosen bei den Fans für die Unterstützung bedankt hatte. Diese revanchierten sich nach dem 18:5 mit einem herzlichen Applaus. Und dieser könnte am nächsten Sonntag noch deutlich stürmischer ausfallen ausfallen, wenn der RSV sein letztes Spiel beim Düsseldorfer SC gewinnen und damit erstmals in die Erste Hallen-Bundesliga aufsteigen würde.
Auf den Gladbacher HTC würden sie dort im nächsten Jahr allerdings nicht treffen. Die Gladbacher sind ohne einen einzigen Punkt in die Zweite Bundesliga abgestiegen. Trotzdem war der GHTC mit dem Saisonabschluss sehr zufrieden, zeigten er doch beim 3:5 (2:2) gegen Schwarz-Weiß Neuss und dem 7:11 (2:6) bei Rot-Weiß Köln ihre beiden besten Saisonleistungen. „Für mich als Trainer war das eine Belohnung. Die gesamte Mannschaft hat eine tolle Leistung gezeigt“, sagte Andrew Meredith. Sein Team hatte es geschafft, beide Spiele offener zu gestalten als viele vorherige Partien. Gegen Neuss gelang Markus Funken und Benjamin Borchardt gar eine 2:0-Führung. „Wir waren taktisch gut vorbereitet und haben unsere Möglichkeiten voll ausgeschöpft“, lobte Meredith die erste Hälfte. Erst in der 46. Minute ging der Gast, der immerhin noch um die einen Platz in den Play-Offs kämpfte, in Führung.
Aufregendes Spiel
Der Neusser Dauerdruck hatte letztlich den GHTC in die Knie gezwungen. Doch Merediths junges Team konnte die Leistung vom Vortag beim mit Nationalspielern gespickte Ausnahmeteam aus Köln nochmals bestätigen. „Es war ein aufregendes Spiel, in dem wir sehr gute Phasen hatten. Lucas Teepe, Julian Altenrath und Markus Funken haben super gespielt“, sagte Meredith. Zudem hielt Felix Menke, der Mitte der zweiten Halbzeit den angeschlagenen Filip Neusser im Gladbacher Tor ersetzte, laut Trainer „einfach unglaublich“.
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