Kahlenberger Sechserpacks
RP (22.09.2008)
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Während der Rheydter Spielverein fünf Punkte in Spielen einfuhr und dabei auch den Kahlenberger HTC 6:0 besiegte, verlor der Gladbacher HTC gegen den Aufsteiger mit diesem Ergebnis, so dass ihm nur ein Punkt blieb.
Thomas Krauß hat in seiner Karriere schon einiges erlebt. Einen Penalty hat jedoch auch der Routinier des Rheydter Spielvereins noch nicht geschossen. „Wenn du auf den Torwart zuläufst, musst du einen Plan haben und den auch durchziehen“, nannte der 37-Jährige sein Erfolgsgeheimnis. Denn Krauß erzielte im Penalty-Schießen gegen den Club Raffelberg das einzige Tor und sicherte dem RSV damit den Zusatzpunkt nach einem unterhaltsamen 3:3 (1:2). Dass es überhaupt noch zum Unentschieden gekommen war, hatten die Rheydter ebenfalls ihrem Innenverteidiger zu verdanken. Sechs Minuten vor Schluss verwandelte er eine der zahlreichen Ecken zum Ausgleich. „Eigentlich müssen wir das Spiel dann noch gewinnen. Doch nach einem 1:3-Rückstand können wir mit zwei Punkten zufrieden sein“, sagte Krauß. Der RSV war früh durch Mathias Gräber in Führung gegangen, verpasste dann aber die vorzeitige Entscheidung und musste schließlich dem Rückstand hinterherlaufen. „Ich bin stolz auf die Jungs, die Moral bewiesen haben“, sagte Trainer André Schiefer, dem allerdings ein Punkt in der Wochenend-Bilanz fehlte.
Lehrstunde für GHTC
Am Tag zuvor hatte sein Team Aufsteiger Kahlenberg durch Tore von Gräber, Philipp Steffen (je zwei), Sebastian Meister und Philipp Lautenbach 6:0 (1:0) besiegt. „Kahlenberg war beim Stand von 2:0 dem Anschlusstreffer nah. Doch nach dem dritten Tor war es vorbei“, sagte Schiefer. Der Liga-Neuling aus Mülheim hatte sich aber den Sechserpack zu Herzen genommen und ließ dafür den Gladbacher HTC büßen. „Es war auch in der Höhe verdient. Wir haben heute eine Lehrstunde bekommen“, suchte GHTC-Trainer Andrew Meredith nicht nach Entschuldigungen für die ernüchternde 0:6 (0:2)-Pleite. Zwei Gegentore nach zehn Minuten brachten seine Elf schnell auf die Verlierestraße. Und in der anschließenden Druckphase gelang ihr nicht das Anschlusstor. „Vielleicht wäre es dann nochmals interessant geworden. Aber wir haben individuell und als Team zu viele Fehler gemacht. Das war ein großer Rückschritt gegenüber der letzten Woche“, sagte Meredith. Die junge Mannschaft konnte die starke Leistung aus dem Derby nicht wiederholen. „Wir müssen lernen, dass wir hauptsächlich auf Mannschaften treffen, die nicht mitspielen, sondern nur nicht verlieren wollen“, so der Australier. Beim 1:1 (1:0) in Raffelberg am Vortag war er mit dem Auftreten seiner Elf noch zufrieden gewesen. Marco Testrut hatte nach einer schwachen ersten Halbzeit per Strafecke für den letztlich verdienten Ausgleich gesorgt. Das Penalty-Schießen verlor der GHTC jedoch 0:1. Entsprechend fiel des Trainers Fazit aus: „Es war ein schwieriges Wochenende für uns.“
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