GHTC beim 3:12 ohne Chance
RP (01.12.2008)
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Christoph Menke ist mit seinen 23 Jahren wahrlich noch kein „alter Hase“. Doch im blutjungen Team des Gladbacher HTC muss sich der Kapitän schon wie ein Herbergsvater vorkommen. Und nun musste er beim Bundesligaspiel gegen Rot-Weiß Köln gegen ein halbes Dutzend Olympiasieger antreten. „Das ist auch für mich eine neue Erfahrung. Und es war ja klar, dass Köln der Favorit ist“, sagte Menke nach dem 3:12 (1:5) gegen seine Nationalmannschaftskollegen.
Siegtor in letzter Sekunde
Doch auch wenn das Spiel erwartungsgemäß an die Gäste ging, waren die Gladbacher mit ihrer Leistung nicht wirklich zufrieden. „Jeder hat gemerkt, dass heute zehn Prozent fehlen. Wir sind Köln nicht genug auf die Nerven gegangen“, sagte Menke. Sein Trainer Andrew Meredith war enttäuscht, dass die Mannschaft zu viel Respekt gezeigt hatte: „Eigentlich hätten die Jungs befreit aufspielen können. Schade, dass sie diese Chance nicht genutzt haben.“Dafür zeigten die Gäste um Christopher Zeller und Timo Weß ihre Klasse, erlaubten sich allerdings auch den Luxus, nur zwei ihrer sieben Strafecken in den ersten 20 Minuten zu nutzen. So blieb das Ergebnis bis zum 2:5 durch Tom Spenrath (31.) im annehmbaren Bereich, ehe Köln davonzog. „An unserer Situation hat sich nichts geändert, wir werden weiter hart arbeiten“, so Meredith .
Wesentlich spannender ging es in der Zweiten Liga beim 12:11 (6:5)-Sieg des Rheydter Spielverein beim Bonner THV zu. „Für die Zuschauer war das ein richtig schönes Spiel, ich hätte mir allerdings ein bisschen weniger Stress gewünscht“, sagte RSV-Trainer André Schiefer. Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte geriet seine Mannschaft im zweiten Abschnitt mit drei Toren in Rückstand. „Ich habe dann mit den erfahrenen Spielern im Grunde durchgespielt. Auf dem Niveau kann man das eigentlich gar nicht machen“, so Schiefer. Doch auch durch eine starke Parade von Marcin Pobuta, der zuvor mehrmals nicht gut ausgesehen hatte, wachten die Rheydter nochmals auf. Drei Minuten vor Schluss sorgte Sebastian Meister mit einem Hattrick für den 11:11-Ausgleich. Das Siegtor durch Philipp Steffen fiel nach einer abgewehrten Strafecke erst fünf Sekunden vor Spielende. „Wir haben letztlich verdient gewonnen, weil das Team Willen bewiesen hat“, sagte Schiefer, der nun optimistisch in das Nachholspiel bei Blau-Weiß Köln (Dienstag, 20.30 Uhr) geht.
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