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Mit einem souveränen 15:6-Sieg beim Düsseldorfer SC hat der Rheydter Spielverein den Aufstieg in die Bundesliga perfekt gemacht und feiert damit eine Premiere: In der Halle war er noch nie im Oberhaus.
Spätestens in der 14. Minute war allen klar, dass der Rheydter Spielverein die Vorlage des DSC Düsseldorf mit aller Macht verwerten wollte. Denn erst der gestrige Gegner hatte die Rheydter in die komfortable Position des Tabellenführers gehievt, in dem er den alten Spitzenreiter DSD Düsseldorf geschlagen hatte. Der RSV musste so in Düsseldorf nur noch gewinnen. Und nachdem Matthias Gräber nach einem Alleingang bereits im Fallen den Ball in eben jener 14. Minute zum 3:1 in den Winkel geschlenzt hatte, verdeutlichte er mit seinem Jubel Richtung Publikum: "Das lassen wir uns heute nicht mehr nehmen." Es wurde letztlich ein ungefährdeter 15:6 (7:2)-Sieg beim DSC, womit der RSV erstmals in die Erste Hallenbundesliga aufgestiegen ist.
Pobuta ist auf dem Posten
"Im Unterbewusstsein war uns allen klar, dass wir das packen. Und es ist perfekt gelaufen", freute sich RSV-Kapitän Gräber. Allerdings bereitete der Gastgeber den Rheydtern zu Beginn einige Probleme. Dafür war jedoch Torwart Marcin Pobuta gleich auf dem Posten. "Das ist der Pubi, wie wir ihn kennen. Wenn es um etwas geht, hält der sich aus Hemd und Hose", lobte André Schiefer. Der Rheydter Trainer erfreute sich aber auch immer mehr am Spiel seiner Mannschaft: "Wir haben recht schnell gemerkt, wie wir hinten raus spielen müssen." Fortan gelangen dem Favoriten vor 450 (überwiegend Rheydter) Zuschauern einige schön herausgespielte Treffer und damit stets eine beruhigende Führung.
"Wir hatten im gesamten Spiel nur zwei kurze Phasen, wo Druck und Konzentration nachgelassen haben. Doch ansonsten war das eine souveräne Leistung", sagte Schiefer, dessen Team eher holprig in die Saison gestartet war. "Wir sind immer noch in einem Findungsprozess, an dem wir bewusst gearbeitet haben. Und ich bin sehr beeindruckt, wie die Mannschaft heute, aber auch die letzten Spiele, bei denen ich gefehlt habe, aufgetreten ist."
Mit einem Doppelschlag zum 12:5 durch Thomas Krauß und Liga-Torschützenkönig Sebastian Meister neun Minuten vor Schluss war der Aufstieg besiegelt. Die Fans ließen die Spieler mit Sprechchören und Transparenten hochleben. Wenig später konnten auch die Akteure an der großen Fete teilnehmen.
"Vielen ist wahrscheinlich noch gar nicht bewusst, was das für den RSV bedeutet", sagte Uli Klaus, der erstmals in seiner Karriere einen Aufstieg feiern durfte. Und sein Trainer schaute derweil schon voraus: "Dieser Erfolg kommt zum richtigen Zeitpunkt. Er gibt uns sicher noch einen zusätzlichen Schub für die Feld-Rückrunde." Dort möchte der RSV auch aufsteigen - und zwar mit aller Macht.
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