Auch ohne Schiefer siegen
RP (08.01.2009)
|
|
|
Für eine Woche wechselt André Schiefer die Sportart. Anstatt die Spieler des Rheydter Spielverein zu betreuen, unterrichtet der 40-Jährige ab Freitag seine Elftklässler im Snowboarden.
Ist die Klassenfahrt ins Südtiroler Ahrntal beim derzeitigen Wetter an sich eine tolle Sache, passt dem Hockey-Trainer der Termin nicht ganz ins Konzept. Denn sein Team muss in der Zweiten Bundesliga am morgigen Freitag in Leverkusen (19.30 Uhr) sowie am Sonntag gegen den Bonner THV (12 Uhr, Halle Rheydt-West) antreten. „Alle im Verein haben dafür Verständnis. Das ist nun mal mein Job“, sagt Schiefer, der von Co-Trainer Jörg Radermacher an der Bande vertreten und über den Ausgang der Spiele informiert wird. Den Coach wird auch das Ergebnis des Topspiels zwischen DSD Düsseldorf und Blau-Weiß Köln, die beide einen Punkt mehr als der RSV haben, interessieren. Ein Unentschieden dort würde den Rheydtern im Aufstiegskampf helfen. Dafür müssen sie aber zunächst ihre eigenen Hausaufgaben machen. Und das wird schwer genug. „Wir haben beide Teams im Hinspiel erst in letzter Minute geschlagen, obwohl wir die individuell besseren Spieler haben“, so Schiefer, der auch einen Lösungsansatz parat hat. „Es war unser größtes Manko bislang, die Torchancen nicht kompromisslos genug genutzt zu haben. Wir dürfen nicht zu verspielt sein, sondern müssen einmal drei, vier Tore vorlegen. Dann sind solche Spiele auch mal schnell gelaufen“, sagt Schiefer vor seinem Sportartwechsel.
Andrew Meredith war schon Snowboarden. Nach den stressigen Anfangsmonaten beim Gladbacher HTC hatte der Australier in seinem zweiwöchigen Schweiz-Urlaub die Gelegenheit, abzuschalten und die Enttäuschung über den bereits feststehenden Abstieg aus der Bundesliga zu verarbeiten. „Wir haben uns im Team aber gesagt, dass die Saison noch nicht beendet ist. Die jungen Spieler können nochmals Erfahrung sammeln. Und die Älteren sollen ihre letzten Bundesligaspiele für längere Zeit genießen und das Beste daraus machen“, sagt Meredith vor den Partien gegen Schwarz-Weiß Neuss (Samstag, 20 Uhr, Halle GHTC) und bei Rot-Weiß Köln (Sonntag, 12 Uhr). Zwei Hochkaräter, die noch um die Play-Off-Plätze kämpfen. „Für sie wird es auf jedes Tor ankommen. Da ist es wichtig, dass wir in den ersten zehn bis 15 Minuten nicht wie bislang so häufig durch Konzentrationsfehler schnell in Rückstand geraten“, fordert der GHTC-Trainer. Er sei nach wie vor davon überzeugt, dass sein unverändertes Team mit der Konkurrenz mithalten kann. „Nur wollen wir nun eine bessere Leistung abrufen.“ Auf jeden Fall ist Meredith mit neuer Energie wieder bei der Sache – dem Winterurlaub sei Dank.
|
zurück |