GHTC legte Trauma ab

RP (15.09.2008)


 
 

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In einem unterhaltsamen Derby trennten sich der Gladbacher HTC und der Rheydter Spielverein zum Auftakt der Zweitliga-Saison 3:3. Das Penalty-Schießen und damit den Zusatzpunkt gewann der GHTC.

Es ist nicht so, dass Gladbachs Christoph Menke beim Abpfiff zusammengezuckt wäre. Doch das 3:3 (1:0)-Unentschieden gegen den Rheydter Spielverein zum Saisonauftakt in der Zweiten Liga bedeutete ein anschließendes Penalty-Schießen. „Letztes Jahr haben wir in der Ersten Liga jedes Siebenmeterschießen verloren. Es war ein richtiges Trauma“, sagte der GHTC-Kapitän. Doch diesmal gewann der Absteiger den Zusatzpunkt gegen den Aufstiegsaspiranten, der sich mit einem Zähler zufrieden geben musste.

Erste Chance nach zehn Sekunden

„Gladbach hat sich den Sieg auch verdient, weil es sehr stark war und über weite Phasen das bessere Hockey gespielt hat“, gab RSV-Trainer André Schiefer unumwunden zu. In einem sehr unterhaltsamen Derby hatte sein Team zwar durch Philipp Steffen bereits nach zehn Sekunden die erste Chance, mehr aber im ersten Abschnitt nicht zu bieten. Anders der GHTC, der mit seinen vielen jungen Akteuren schnell den Respekt ablegte.
„Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft, sie hat konzentriert und diszipliniert gespielt“, lobte Gladbachs neuer Coach Andrew Meredith, der sich insbesondere über seine Jungspunde freuen konnte. Lennart Kern und Julian Altenrath, die letzte Woche noch den Gewinn der Westdeutschen Meisterschaft in der A-Jugend gefeiert hatten, erzielten gleich in ihrem ersten Einsatz bei den Herren einen Treffer. „Warum auch nicht, sie haben mein vollstes Vertrauen“, sagte Meredith.
Auf der anderen Seite war der Held des Spiels eigentlich bereits ausgemacht. Sebastian Meister weckte mit seinem 1:1 (46.) den RSV auf und erzielte fünf Minuten vor Schluss per Argentinischer Rückhand das vermeintliche Siegtor. „Ich kann mich aber jetzt kaum noch über meine Treffer freuen, der Ausgleich tat richtig weh“, sagte der Neuzugang von Uhlenhorst Mülheim.
Und der fiel erst in der letzten Minute, als der GHTC noch eine Ecke zugesprochen bekam. „Ich bin keiner, der über Schiedsrichter schimpft, doch über die Entscheidung bin ich sehr sauer“, so Schiefer. Marco Testrut verwandelte zum Endstand - und zum Penalty-Schießen. Nachdem Christoph Menke beim Versuch, den Ball innerhalb von acht Sekunden im Tor unterzubringen, gescheitert war, parierte Bruder Felix gegen Steffen und Meister. Marcus Funken erzielte das 2:1 für den GHTC. Während dieser einen gelungen Auftakt in die Spielzeit feierte, haderte RSV-Unglücksrabe Meister: „In Mülheim habe ich jeden Siebenmeter verwandelt. Und hier scheitere ich direkt.“ Von einem Trauma ist er damit allerdings noch weit entfernt.

 
 



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